Das Archiv für den fett tag.


Ein paar Argumente gegen den BMI

Allgemein

754303_hips_dont_lieDer Body-Mass-Index, kurz BMI, wird heute noch oft benutzt, um festzustellen ob man übergewichtig ist.

Die Formel zur Berechnung lautet Gewicht in kg geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat. (kg/m²). Im Internet gibt es aber auch Rechner, die einem die Arbeit abnehmen.

Ein Ergebnis unter 18,5 bedeutet Untergewicht, zwischen 18,5 und 24,9 Idealgewicht, zwischen 25.0 und 29.9 Übergewicht und ab 30.0 Fettleibig.

Diese Formel wurde vor etwa 200 Jahren von einem Belgier namens Lambert Adolphe Jacques Quetelet entwickelt. Er selbst war weder Biologe, noch Physiker, noch Ernährungswissenschaftler, sondern Mathematiker. Quetelet hat damals klar gesagt, dass die Formel nicht dazu dienen soll den Fettgehalt einer Person zu bestimmen.

Es lassen sich leicht weitere Argumente gegen die Nutzung des BMI finden:

  1. Quetelet hat die Formel damals aus einer vorliegenden Menge von Personendaten (Gewicht und Größe) bestimmt. Damit die Ergebnisse auch den Daten entsprachen, musste er in der Formel das Quadrat (kg/m²) anbringen. Es gibt keinen anderen Grund die Größe eines Menschen zu quadrieren. Er bringt noch nicht einmal eine leicht messbare und vor allem aussagefähige Größe, wie den Bauchumfang in seine Berechnung ein.

    Den ganzen Artikel lesen…

1 Kommentar

Mythen aufgeklärt #4: Eiswasser trinken

Abnehmen & Diät, Mythen aufgeklärt

893842_glss_of_wine_and_ice_Im Laufe der Zeit wurden schon viele Dinge versucht, um sein Fett mit unkonventionellen Methoden loszuwerden. Die heutige Theorie ist simpel: Man trinkt ausschließlich eiskaltes Wasser und zwingt den Körper so Energie zu verbrauchen um das Wasser auf Körpertemperatur zu bringen. Das ist allerdings ein Mythos und funktioniert nicht.

Zum einen wurde in einer Studie gezeigt, dass die für die Fettverbrennung optimale Getränketemperatur bei 22° C liegt.

Zum anderen lässt sich dieser Mythos auch mit Physik und Mathematik aufklären: Nehmen wir an, man trinkt 1 Liter eiskaltes, noch nicht gefrorenes Wasser (also ca 4° C). Um ein Gramm Wasser um 1° C zu erhöhen wird 1 cal Energie benötigt. Das ist der Knackpunkt. Wir sprechen hier von wirklich nur EINER Kalorie. Umgangssprachlich sagen wir immer “Kalorien”, gemeint ist aber eine Kilokalorie. Deshalb steht auf Nährwertangaben immer die Angabe kcal – Kilokalorie. 1 cal entspricht 0,001 kcal. Gehen wir von einer Körpertemperatur von 37° C aus, muss das Wasser also um 33° C erwärmt werden. Also 1000 x 33 x 0,001 kcal. Das ergibt sage und schreibe 33 kcal.

Um also einen nennenswerten Effekt zu erziehlen müssten also dutzende Liter Eiswasser getrunken werden, wovon selbstverständlich stark abzuraten ist.

2 Kommentare

Mythen aufgeklärt #1 – Fettverbrennungspuls

Mythen aufgeklärt, Training

1181363_woman_jogging_blurGleich vorweg: Ein sogenannter  “Fettverbrennungspuls” existiert nicht.

Es gibt immer wieder Experten, die dazu raten Cardioeinheiten im Bereich von etwa 70% bis 75% der maximalen Herzfrequenz zu absolvieren, weil man dann Fett (oder ausschließlich Fett) verbrennt. FALSCH! MYTHOS!

Der Körper verbraucht ständig Fett und Glykogen egal wie hoch der Puls ist. Das Verhältnis derer beide ist das einzige, was sich je nach Höhe des Puls ändert. Je höher der Puls, desto mehr Glykogen wird verbrannt, da es für den Körper schneller zur Verfügung steht, als das gespeicherte Fett.

Trainiert man also mit niedrigem Puls, verbrennt man zwar prozentual mehr Fett, aber entscheident ist der Gesamtkalorienumsatz! Das heißt je höher der Puls beim Ausdauer/Cardiotraining, desto höher ist der Kalorienumsatz und somit auch das absolut verbrannte Fett.

Fazit: Wer also möglichst viel Fett verlieren möchte, sollte mit einem entsprechend hohen Puls arbeiten und den Mythos des Fettverbrennungspulses vergessen!

0 Kommentare